Mama + Mama + Kind; Papa + Papa + Kind

Studie stärkt Regenbogenfamilien:

In Deutschland wachsen rund 2200 Kinder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft auf, überwiegend bei lesbischen Paaren. Entgegen gängiger Vorurteile fehlt ihnen aber weder der Vater (oder die Mutter), um eine Geschlechtsidentität zu entwickeln, noch werden sie deswegen automatisch selber homosexuell. Im Gegenteil: «Die Kinder sind mindestens ebenso, wenn nicht sogar ein bisschen mehr, in den jeweiligen Geschlechterrollen verwurzelt», erklärte die Studienleiterin Marina Rupp vom Institut für Familienforschung an der Universität Bamberg.*


Aus dem Theaterstück „Time Flies“ von Sam Schwartz jr. aus dem Jahre 1993 (Übersetzung von mir). Zum Inhalt: der mitttlerweile in einer schwulen Beziehung lebende Herb möchte ein Kind von seiner Exfrau Virginia, um es dann mit seinem Partner großzuziehen:

[…]

Virginia: All dieser Quatsch über Homosexuelle, dass sie ihre Kinder verführen? Keine Chance, Herb. Nicht nachdem ich zwei Jahre mit dir gelebt habe. Ich wußte ganz sicher, dass das Gegenteil das Problem sein würde.                     

Herb: Das Gegenteil?

Virginia: Du wärst der Erste, der Herb Junior ein Auto und Klein Ginny eine Anziehpuppe geben würde. Mein Problem, Herb, und streite es nicht ab, ist, dass du versuchen würdest — stärker als jedes heterosexuelle Paar — sicher zu gehen, dass dein Kind heterosexuell ist. Das heterosexuellste Kind der Welt. Und wenn Herb Juniors erste Verabredung mit Michael wäre, und Klein Ginny offensichtlich Gefallen an Laura hätte — wärst du der Erste, der sie wissen lassen würde, wie enttäuscht du wärst.

(Herb sieht nach unten.)

Virginia: Mach weiter, Herb. Sag mir, dass ich unrecht habe.

Herb: Kann ich nicht.

Virginia: So, da hast du deine Antwort. Ich werde dir nicht ein Kind geben, damit du die Lüge noch einmal leben kannst. Du kannst mich irgendwann anrufen und sagen, dass es keine Rolle spielt und ich werde ganz schnell „JA“ sagen…

[…]


Ist das wirklich das, was wir wollen??

*Quelle: Netzzeitung, 23. Juli 2009