Ich mag Macherinnen.

Suze Orman beteiligt sich am „It Gets Better“ Projekt:

Hintergrund

In den USA haben sich in den vergangenen Monaten zahlreiche Jugendliche das Leben genommen, weil sie als schwul, lesbisch, bi- oder transsexuell belästigt, diskriminiert, verfolgt, gemobbt oder misshandelt wurden.

Der Autor Dan Savage hat mit „It Gets Better“ ein niedrigschwelliges Projekt ins Leben gerufen, in dem ältere Jugendliche und Erwachsene sich mit einer persönlichen Videobotschaft an Jugendliche wenden: Es wird besser.

Weit über 1.000 bekannte und unbekannte Menschen und Institutionen haben Videos beigesteuert. Zu ihnen zählen Ellen de Generes, das Personal der Stadtbücherei von Salt Lake City, Kermit der Frosch, die Opernstars Patricia Racette und  Beth Clayton, über die L-talk bereits an anderer Stelle berichtete, zahlreiche prominente Politikerinnen und Politiker einschließlich des US-Präsidenten,  und unsere Freundin Lizzy the Lezzy. Jede* von ihnen hat ihre eigenen Gründe, sich zu beteiligen, ihre eigenen Geschichten zu erzählen, ihre ganz private Botschaft, ihre Identität und ihre Persönlichkeit, die weit mehr ausmacht als die sexuelle Orientierung.

Suze Orman

Suze Orman ist eine von vielen, ihre Stärke ist ihre unbezähmbare Energie. Sie gilt in den USA als Finanzguru, sie wuchs, wie Michelle Obama, im Unterschichtenbezirk South Side von Chicago auf, sie ist so offen lesbisch wie eine nur sein kann und sie unterstützt seit Jahren Gleichstellungspolitik in den USA. Suze Orman keine, die sich ins Bockshorn jagen lässt und sie repräsentiert einen Teil der Emanzipationsbewegung, der an die persönliche Überwindung von Diskriminierung glaubt. Vor allem repräsentiert sie Normalität. L-talk hat Suze Orman 2009 porträtiert (Erst lesbisch, dann reich).

It Gets Better: Geschichten unserer Vielfalt

Das It Gets Better Projekt steht für die Vielfalt und Stärke von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender. Es begreift sich als Ort, an dem junge Menschen, die schwul, lesbisch, bi oder trans sind mit eigenen Augen sehen können, dass Liebe und Glück und ein selbstbestimmtes Leben für sie erreichbar sind, ein Platz, an dem Erwachsene, die sich als lesbisch, schwul, bi oder trans identifizieren, ihre Lebensgeschichten mitteilen können und ihre Solidarität und Unterstützung ausdrücken.

Natürlich gibt es auch zu diesem Projekt jede Menge Kritik, manche davon sogar klug, aber L-talk wird das Nörgeln mal anderen Blogs überlassen. Wenn das ganze Projekt auch nur einer oder einem Jugendlichen Mut macht, eine Option auf die eigene Zukunft wahrnehmen, war es die Mühe wert.

Links und Quellen: