Wir haben uns für euch etwas besonders Lesbisches ausgedacht, inklusive Hippo (unten links). So hätte es nämlich auch sein können:

Lesbische Weihnachten!

…. oder war es gar so? Josef eine Josefa und das Kind Spross Gottes UND einer Regenbogenfamilie inklusive Patentanten?

Nun sind die lesbisch-theologischen Geschichtsforscherinnen dran. Die anderen warten einfach, bis in zwei Wochen die heiligen Königinnen die Bühne betreten, dann klärt sich vielleicht das eine oder andere. Wobei das Hippo nicht zur Disposition steht.

Neulich mailte mir eine Freundin dieses ganz besonders reizende neue Flusspferdmädchen aus Berlin, wahrscheinlich als Kind-, oder, mit Blick auf den Umfang, als Übermutter-Ersatz. Was ja durchaus eine lesbische Komponente hat. Ob das Flusspferd an sich das neue lesbische Wappentier werden könnte? Diese und andere wichtige Fragen müssen bis nächstes Jahr warten. Vielleicht findet sich ja bis dahin eine Patin und tauft das hinreißende Wesen auf den Namen „Sappho“. Währenddessen hat wohl kaum eine ernsthafte Chancen, so eine Mini-Hippo unterm Weihnachtsbaum zu finden, kuschelig hin oder her.

Weniger kuschelig geht es auch in den Weihnachtsfantasien mancher schwuler Brüder zu. Der letzte Eklat mit der Krippe bei „Pink Christmas“ in Amsterdam: So richtig angenehm finde auch ich die Präsentation nicht durchgängig (hier eine Darstellung in der International Herald Tribune), und das Statement der Gruppe, es gehe um „Sichtbarkeit“ lässt nur hoffen, dass niemand denkt, das schließe auch lesbische Sichtbarkeit ein. Wo wir doch immer so harmoniebedürftig sind, besonders an Weihnachten!

Tatsächlich hält Pink Christmas noch alle möglichen lesbenkompatiblen Präsentationen, Filmnächte, Parties und anderes bereit … nur sind die wieder mal nicht so sichtbar und eklat-anfällig. Was bei dem anderen (s.o.) in diesem Fall übrigens auch besser gewesen wäre.

Feiertage lesbisch? Fotografie aus der Ausstellung Lesbian ConneXion/s in Amsterdam

Bild aus der Austellung Lesbian ConneXion/s, zu sehen noch bis zum 9. Januar 2009 im IHLIA-homodok, Oosterdokskade 143 (oba), 6e verd. Amsterdam

Lesbische Sichtbarkeit gibt’s in Amsterdam bekanntlich immer und gerade jetzt hat sich das Homodok etwas Besonderes an Land gezogen:

Präsentiert wird im Rahmen von Pink Christmas in Amsterdam unter anderem die Ausstellung Lesbian ConneXion/s, eine internationale Fotoausstellung mit an die 200 Fotos von 70 lesbischen Fotografinnen aus verschiedenen europäischen Ländern, die die große Vielfalt lesbischen Lebens und lesbischer Lebensstile sichtbar macht. Die Intitiative zu Lesbian ConneXion/s ging im Jahr 1995 von der Amsterdamer Fotografin Marian Bakker und der Berliner Autorin Traude Bührmann aus.

Bei dem Gedanken an Geschenke – das erwähnte Flusspferd mal außen vor – frage ich mich: Gibt es das typisch lesbische Geschenk? Ist der Baumarkt-Guschein, das Werkzeug Marke „Lady-Bohr“ oder die Reise nach Lesbos noch angesagt? Schenken Lesben überhaupt? Und was bekommt die typische Lesbe geschenkt? Wie ist es mit den Eltern? Und Schwiegereltern? Den Patenkindern? Schwulen Freunden? Und mit den Weihnachtskarten und den Aufschriften?

Über all das hat sich Pink Channel Hamburg schon mal Gedanken gemacht: Karlottas Welt, „Schöne Bescherung im Briefkasten“, 6. Dezember 2008

Was wieder einmal zeigt, dass es mit den Regenbogenfamilien, Maria und Josefa Hin oder Her, auch nicht immer eitel Sonnenschein ist. Nicht einmal an Weihnachten.