Harry und Pepper - noch heiß verliebt Schwule Beziehungen sind gegen heterosexuelle Interventionen mitunter wehrlos. Dies zeigt – zum Entsetzen nicht nur des verlassenen Partners – das Drama um die berühmten männlichen Pinguine Harry und Pepper im Zoo von San Francisco.

Das Paar, das sich bereits in seiner Jugend kennen und lieben gelernt hatte, zog im vergangenen Jahr sogar ein gemeinsames Junges auf, das sie aus einem adoptierten Ei ausgebrütet hatten. Eine Liebe für die Ewigkeit, so konnte man denken. Und dann erschien … das Weib.

Ob Harry in Wirklichkeit bisexuell ist, fragt das Portal queerty.com, und präsentiert eine Charakterstudie der Eindringlingin, die, im besten Fall, als gynophob gelten kann.   

Harry mit Ehebrecherin Linda, rechts im BildLinda, so steht da, sei eine Witwe, die schon zuvor durch aggressive Partnerwechsel aufgefallen sei. Einmal sei sie unmittelbar nach Verenden einer Pinguin bei deren Witwer eingezogen. Andere Male habe sie sich sehr … offensiv … in bestehende Beziehungen gedrängt. Harry soll sie sogar dazu verleitet haben, Pepper so gewalttätig anzugreifen, dass das Personal des Zoos eingreifen musste.

Aber nicht nur männliche Kommentatoren schlagen sich auf die Seite des vormals glücklichen und jetzt verschmähten, diskriminierten und homophob angegriffenen Pepper.

„Oh Linda! Wie konntest du nur?“

will beispielsweise Bloggerin hortense auf jezebel.com wissen. Tatsächlich ist auch bei Männern  das Persönliche politisch und ein Zusammenhang zwischen dem Scheitern von Proposition 8 in Kalifornien, den gebrochenen lesbisch-schwulen Wahlversprechen von Präsident Obama und diesem Fall pinguinisch-homoerotischen Beziehungsdramas lässt sich nicht ohne Weiteres von der Hand weisen. Ein Thema für die politische Agenda, ohne Frage.

Hier ein Video aus glücklicheren Zeiten, das die Dimension des Leidens nachempfinden lässt:

 

L-talk hat sich bereits in der Vergangenheit mit männlichen schwulen Pinguinen befasst. Dabei wurden sowohl eine Nähe zu Flamingos (wohl wegen der Farbe) als auch ein Hang zu militärischen Zeremonien (rat‘ mal!) analysiert. Heterosexualisierung allerdings scheint in der schwulen Pinguin-Szene bislang ein ungewöhnliches Phänomen zu sein – nicht nur im Westen der USA.

Wir bleiben dran.

noch mehr Links und Quellen: