RITA CHAO & The Quests/ NANCY SIT -„HANKY PANKY“ (1967)

Ich habe es gefunden und bin ganz gebannt … . Die meisten Bilder habe ich noch nie zuvor gesehen.
Zur Geschichte dieses Videos gibt es einen Text (im Original auf der verlinkten YouTube Seite), den ich unten so gut wie ich konnte ins Deutsche übertragen habe.

Lieben und Lieben lassen!

„All You Need Is Love“ bedeutete Empathie, Intimität, gegenseitige Unterstützung, Selbstlosigkeit und spirituelle Solidarität. Dies sind die Tonika gegen Entfremdung, Trennung, Feindseligkeit, Egoismus und existentielle Leere.
Liebe ist eine heilige Handlung und ein spiritueller Pakt. Sie mag flüchtig sein, vielleicht nur ein Augenblick in Ehren oder vielleicht so tief wie das Leben lang ist. Doch der selbstlose Akt der Hingabe an andere weckt die Engel in unserer Natur.
Hass degradiert und zerstört nur. Liebe nährt die Seele der Einzelnen und der menschlichen Spezies. Ohne sie werden wir nicht überleben.
„Liebe ist Liebe und Hass ist nicht“ kann nicht in Gesetze gegossen, nivelliert oder vernichtet werden. Lasst nicht zu, dass es zerstört wird.

Dies ist eine Hommage an die Liebe, ihre ergreifende Macht, ihre Umwerbung, ihre Vollendung, ihre spielerische Dynamik und Vertrauen, ihr Spiel, ihre Unendlichkeit. Liebe ist das Gegenmittel zu allen Schäden, sie ist der Pulsschlag der menschlichen Rasse.

Belege finden sich bei der griechischen Dichterin Sappho; sie finden sich in Wandmalereien aus Pompeji; in 1000 Jahre alte indischen Tempeln; in chinesischer Malerei; japanischen Ukiyo-e Holzschnitten; in Gemälden westlicher Künstlerinnen und Künstlern des 16. bis 20. Jahrhunderts, bei Charles Mengin, der Schule von Fountainebleau, Francis Boucher, Gustav Courbet, Dante Rosetti, Charles Boutibonne, Henri de Toulouse-Lautrec, Aubrey Beardsley, Alphonse Mucha, Franz von Bayros, Gustav Klimt, Egon Schiele, Gerda Wegener, Claude Cahun, Hannah Hoch, Marie Laurencin, Hannah „Gluck“ Gluckstein, Tamara de Lempicka, Maxfield Parrish, Christian Schad, dem Manasse Studio, Hans Bellmer, Karel TIEGE, Frida Kahlo, William Soare, HG Peter, Robert Maguire, Abdul Mati Klarwein, Tom Wesselmann, und Guido Crepax; auf historischen Fotos ; bei Bettie Page und der Fetisch-Szene, auf Jazz und Rock Albumcovern, mehrdeutigen Taschenbuchcovern der 1950er und 1960er, bei Autorinnen und Autoren wie Radclyffe Hall, Virginia Woolf, Djuna Barnes, Anne Bannon, Valerie Solanas, Rita Mae Brown, und Joanna Russ; in Filmen wie Barbarella, Blow – UP, Das Tal der Puppen, VAMPYROS LESBOS und BABA Yaga; in Erotica; bei Models, den „Daughters of Bilitis“; und letztlich im Feminismus und in den LGBT-Bewegungen.

RITA CHAO war ein 1960er-Singapur Popstar, sie trat häufig mit der berühmten Gitarrencombo „The Quests“ auf. Die 13 Sekunden Intro gehört zu den besten Rock Intros aller Zeiten und in das Repertoire jeder DJ.
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Eines der bekannstesten Stücke von Rita Chao – neben „Hanky Panky“ – war „Yummy yummy yummy“.
Mehr auf ihrer MySpace Seite, auch um der Erinnerung auf die Sprünge zu helfen!
„Hanky Panky“ wurde ohne Anpassung des Geschlechts gesungen, diese wahrscheinlich unbeabsichtigte Modernität nimmt Joan Jetts ähnlich starken Schachzug in einem anderen Tommy James & The Shondells Stück, „Crimson and Clover“ um fünfzehn Jahre vorweg.
Der Macher (!?!) dieses und zahlreicher anderer Videos über die Geschichte von Frauen in der Musik, Funk’n’Roll, sagt von sich:

Meine Videos zeigen die geheime Geschichte von Frauen im Rock’n’Soul.
Wie alles andere haben Frauen Musik von Anfang an mit geschaffen. Die Filme sind wie ein großes Puzzle mit verbindenden Teilen, probiert sie aus und seht wie es zusammenpasst und die Musik von heute möglich macht.