Als die Delegierten auf dem Parteitag der Demokratischen Partei der USA ihre Polit-Stars begrüßten, war der Applaus von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender lauter zu hören als je zuvor.

8% der Delegierten bezeichnen sich selbst als lesbisch, schwul, bisexuell oder trans, meldet advocate.com heute. (Ja, so etwas zählen sie – und sie tun es gern und stolz.)

Von den mehr als 4.400 Delegierten sind mehr als 370 offen lesbisch, schwul, bisexuell oder trans, schreibt das Magazin. Diese Delegierten repräsentieren 48 Bundesstaaten der USA – auf dem Parteitag 2004 waren es noch 42 Staaten. Hawaii, Mississippi, Montana, South Dakota und Tennessee sind zum ersten Mal mit LGBT Delegierten vertreten.

Die offen lesbisch lebende Kongressabgeordnete Tammy Baldwin (Foto rechts; Wikipedia) spielt eine Schlüsselrolle bei der Öffnung der demokratischen Partei für die Rechte und die Partizipation von Lesben und Schwulen. Ursprünglich als Expertin für Gesundheitspolitik in den Kongress gewählt, avancierte die Clinton-Anhängerin rasch zur Anwältin für eine progressive Gesellschaftspolitik.

Tammy Baldwin ist federführend unter denjenigen, die einen Beschluss der demokratischen Partei über gleiche Rechte für LGBT Personen durchsetzten:

„Es reicht nicht, wenn wir uns mit Blick auf das Erreichte zurücklehnen. (…) Wir müssen die Barrieren von Vorurteilen und Missverständnissen abbauen, die immer noch in Amerika existieren.

Wir unterstützen die volle Einbeziehung aller Familien, inklusive gleichgeschlechtlicher Paare, in das Leben unseres Landes, und wir unterstützen gleich Verantwortung, Sozialleistungen und Schutz. Wir werden ein Antidiskriminierungsgesetz für die Wirtschaft beschließen. Wir lehnen die Beschränkung der Ehe auf Mann und Frau ab und ebenso alle Versuche, dieses Thema zu benutzen um uns zu spalten.“
(zitiert nach Capital Times, 26.8.2008)

Sagt was ihr wollt: So etwas geht nur „out and proud“ – aus dem Schrank heraus wird das nicht funktionieren.

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