nehmen wir an, es hat mir gefallen, hier im Blog neulich zu erfahren, was Monique Wittig gedacht hat, nun ich will was von ihr lesen.

kenne ich eine, die ein Buch von ihr haben könnte, die eine kennt, die’s kennen und sogar haben könnte, ein Buch von Wittig…

oder würd‘ ich eines im Buchladen finden, oder für morgen bestellen und kaufen wollen, so auf gut Glück? Vielleicht diesmal nicht gleich kaufen, bin knapp bei Kasse. Und weiß ja nicht, ob es mir wirklich gefallen wird – wie sie schreibt und was.

und ob’s überhaupt noch zu kaufen wäre. Vielleicht dann antiquarisch bei Vrouwen in Druk? mal dort auf der Seite online gucken gehen

sind aber eben älter, die Texte, ‚Le Corps Lesbien‘ zum Beispiel von 1973 – also vielleicht in einer Bibliothek, aber wo? welche hat sowas? wie komme ich da dran?

Mal beim KVK gucken. Aha, da kann ich Verbundkataloge anklicken, welcher von denen wohl der in meiner Nähe ist? Mal ausprobieren, welche Bibliotheken da wo mitmachen.

und ich kann den Originaltitel eingeben, es werden dann automatisch auch die Einträge von Übersetzungen angezeigt – super.

wie kommt nun eine dran an die Bücher, die da angezeigt sind?

entweder sie sind in einer Bibliothek, die in meiner Nähe ist, dann: Ausweis beschaffen und vormerken oder ausleihen.

oder das Buch ist in einer Bibliothek des Verbundes, zu dem auch Bibliotheken in der Stadt gehören, in der ich mich öfter oder meistens aufhalte. In diesem Fall komme ich oft per Fernleihe an das Buch, dieser Service kann ein paar Tagen und bis zu 2 Wochen oder so dauern, lohnt sich aber und kostet etwa 1,50 EUR pro Bestellung. Wie das konkret in meiner Bibliothek dann geht, sollte da im Netz erklärt sein.

auch manche Stadtbibliotheken sind übrgens dem Fernleihsystem angeschlossen. Mal nachfragen.

aber vielleicht hat sich schon eine drum gekümmert, dass ihre Schriften frei im Netz sind? Vielleicht auf einem Server der us-amerikanischen Hochschule, an der sie dann im Exil unterrichtet hat?

die Sachen sind aus den 1960er und 1970er Jahren, einerseits alt, aber andererseits nicht alt genug, als dass ein evtl. copyright schon abgelaufen wäre, also eher geringe Chancen?

hab tatsächlich eine Originalausgabe auf Französisch gefunden, zu Fuß quasi, im französischen Antiquariat um die Ecke, und hab’s doch gekauft, sieht schon besonders aus, das mit den Schrägstrichen bei Personal- und Possessivpronomen:

Leseprobe aus ‚Le Corps Lesbien‘, 1973, Seite 31

„Il n’y a pas trace de toi. Ton visage ton corps ta silhouette sont perdu. Il y a un vide à la place de toi. Il y a dans m/on corps une pression au niveau du ventre du thorax. Il y a un poids dans m/a poitrine. Il y a des phénomènes a l’origine d’une douleur intense. A partir d’eux j/e te quiers mai j/e l’ignore. Par exemple, j/e marche le long d’une mer, j/ai mal dans tout m/on corps, m/a gorge ne m/e permet pas de parler, j/e vois la mer, j/e la regarde, j/e cherche, j/e m//interroge dans le silence dans le manque de trace, j//interroge une absence si étrange qu’elle m/e cause un trou au-dedans de m/on corps. Puis, j/e sais de façon absolument infaillible que j/e te quiers, j/e te requiers, j/e te cherche, j/e te supplie, j/e te somme d’apparaître toi qui es sans visage sans mains sans seins sans ventre sans vulve sans membres sans pensées, toi au moment même où tu n’es pas autre chose qu’une pression une instance dans m/on corps…“

und wie auf Deutsch? mal’s Übersetzen-Lassen probieren im Netz