Erstmals erhält eine Aktivistin für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bi- und Transidenten den Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreis. Kasha Jacqueline Nabagesera ist Begründerin von FARUG, Freedom and Roam Uganda.

Auszug aus der Begründung der Jury:

„Kasha Jacqueline Nabagesera ist eine Menschenrechtsaktivistin, die für die Rechte und eine Verbesserung der Situation von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender (LSBT) in Uganda eintritt. Sie setzt sich seit ihrem 21. Lebensjahr für diese Rechte ein und gründete die Organisation „Freedom and Roam Uganda“ (FARUG). Sie zahlt dafür einen hohen Preis: Seit sie 2007 auf dem World Social Forum in Nairobi aufgetreten ist und den Respekt vor Menschen, die von der heterosexuellen Norm abweichen, gefordert hat, ist sie zahllosen Angriffen ausgesetzt. Höhepunkt der Verfolgung war 2010 die Veröffentlichung einer Liste von Homosexuellen in einer ugandischen Zeitschrift, die zur Ermordung der Genannten aufforderte.
(…) Vor dem Hintergrund der nicht nur in Uganda und Afrika, sondern weltweit verbreiteten Homophobie leistet Frau Kasha Jacqueline Nabagesera mit ihrer Organisation FARUG einen lebenswichtigen, für sie selber lebensgefährlichen Beitrag zum Abbau von Vorurteilen und zur Entkriminalisierung von Homosexualität hin zu mehr Toleranz.“

Links und Quellen: 

  • Bilder: Agnes Witte
  • Texte zu Kasha Jacqueline Nabagesera und der Situation von Lesben in Uganda bei L-talk
  • Kurzbiografie Kasha Jacqueline Nabagesera auf der Seite der Stadt Nürnberg, nuernberg.de (Download 2.10.2012)
  • Begründung der Jury für die Verleihung des internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises, nuernberg.de (Download 2.10.2012)