In Kalifornien geht es im November darum, ob Lesben und Schwulen das Recht genommen wird, ebenso zu heiraten wie dies heterosexuelle Paare dürfen. Gegnerinnen und Gegner haben die „Proposition 8“ eingebracht. Ihr Ziel ist, dass in der kalifornischen Verfassung festgeschrieben wird, dass die Ehe zwischen Mann und Frau geschlossen wird. Dazu wird es eine Volksabstimmung geben.
Die Fronten verlaufen wie sie eben verlaufen, die üblichen Verdächtigen sagen was von ihnen erwartet wird und viele, viele Menschen spenden Geld für die Öffentlichkeitsarbeit „ihrer“ Seite.

Also, „unsere“ haben die ersten Fernsehkampagnen gestartet.

Hier eine von jungen Leuten:

Und hier eine von alten:

Weiß nicht, wie wohl ich mich dabei fühle, wenn Heteros für uns sprechen. Es fühlt sich auf der einen Seite an wie „gut gemeint“. Und es hinterlässt so einen Eindruck, als könnten wir nicht für uns selbst sprechen. Irgendwie sind auch die Zeiten vorbei, in denen mein Vater oder meine Mutter für meine Interessen sprechen mussten! Ich bin doch schon groß!

Andererseits ist es ja für viele Leute wichtig, dass es gleiche Rechte gibt: Weil sie ganz allgemein für Gerechtigkeit sind, weil sie Lesben oder Schwule kennen, die benachteiligt werden, weil sie überzeugt sind, dass unsere Gesellschaft sich Diskriminierung nicht leisten kann … Sie haben also ein Eigeninteresse und das sollten sie auch vertreten dürfen, selbst wenn ich die „Hauptbetroffene“ bin. Und außerdem tut es gut, wenn andere auch für uns sind.

Das wird bestimmt noch eine spannende Kampagne!

Die Website der „Guten“: noonprop8.com