Keine Schüsseln aus der Tupper-Kollektion, aber fast :-)Manche Leute müssen sich ihren 50ern nähern, um wichtige Erfahrungen zu machen. Tupperpartys zum Beispiel.

Die Vorannahme: Tupperparties sind mega heterosexuelle Veranstaltungen, bei denen Hausfrauen zuerst Likörchen über Likörchen konsumieren, sich dann aufführen als seien sie auf einer Dessous-Party, bevor sie die häuslichen Schränke mit unnützen Plastikschüsseln vollstopfen und schließlich, beseelt von der eigenen Extravaganz, mit Laufmasche im Strumpf und derangierter Dauerwelle nach Hause wanken.

Also … einiges davon stimmt und anderes nicht.

Obwohl – gegen verworfene Hausfrauen mit Laufmaschen wäre auch nichts einzuwenden gewesen, das hat schon was Attraktives! Getrunken wurde jedenfalls ordentlich, Hausfrauen gab es keine und das simple Schüsselchen spielt inzwischen in der Tupperware-Collection eine Nebenrolle.  Die aktuellen Stücke haben nüchterne, pragmatische Namen, wie Gewürz-Riesen, Junior-KäseMaX, Mahl-Chef oder Griffbereit Top Schaber.

Meine Tupperware-Beraterin heißt Gaby Tupper. Gaby Tupper ist absolut perfekt für diese wichtige Initiation, weil sie die Anwesenden, auch die erfahreneren Tupperanerinnen, souverän durch die verwirrende Welt der Töpfchen und Schüsselchen geleitete. Mit unnachahmlichen Charme selbstredend. Gelassen informiert sie über wichtige Gesetzmäßigkeiten (runde Tupperschalen sind immer luft- und wasserdicht, eckige nicht), richtige Behandlung von Messern und Scheren (nie in die Spülmaschine, Schätzchen, da fliegen lauter kleine Rostpartikelchen rum, das ist wie Herpes, und wenn man’s einmal hat wird man’s nie wieder los), ermuntert zu innerer wie äußerer wie innerer Stärke (draufdrücken, denn bei Tupperware muss es knacken, sonst ist was falsch) und hat immer eine pädagogische Ermahnung auf den Lippen (hab ich mich extra für euch zurechtgemacht, damit ihr mir dazwischenquatscht?).

Gaby Tupper erläutert Probandin Micro-Gourmet, den Dampfgarer für die Mikrowelle. Im Vordergrund: Ein Käsebrot, das mit der UltraPro zubereitet wurde.Gaby Tupper kam zu spät. Das verzeiht man einer Diva gern!

Das Auditorium wartete jedenfalls gespannt, stärkte sich mit dem einen oder anderen Schlückchen und war genau in der richtigen Stimmung für die Hälfte von Gabys bezaubernden Hinweisen. Damit die andere Hälfte auch noch sitzt, werden wir demnächst mal eine Party in den Farben des Regenbogens arrangieren, damit zusammen kommt was zusammen gehört. Wo auch immer wir die Hausfrauen und die Laufmaschen auftreiben.

Letzten Endes übrigens wurden es – mit Blick auf das nächste Event, bei dem auch noch was zum bestellen übrig sein soll  – die Kleinen Servierschalen Junge Welle und der Quick-Chef 3 in quietschrot. Sehr schick.

Ganz ehrlich: Wer nie Gaby Tupper mit einem pinkfarbenen Korkenzieher und viel Tamtam beim Öffnen einer Prosecco-Flasche erleben durfte, war noch nicht auf der richtigen Tupperparty!

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