Über eine Ameisenart, die sich vollständig durch Parthenogenese fortpflanzt, berichtet io9.com. Mycocepurus smithii, in Südamerika beheimatet, ernährt sich vom Pilz-Anbau und kommt vollständig ohne männliche Tiere aus … und das schon seit gut 2 Millionen Jahren.

Verglichen mit anderen Pilz züchtenden Ameisenarten scheint das relativ kurz zu sein. Unsere kleinen Heldinnen reproduzieren sich jedenfalls asexuell; keineswegs ist es so, dass die Königinnen beispielsweise einige Männer hervorbringen und diese nach der Insemination töten.

Wer weiß also, ob es nicht lesbische Ursachen hat, dass die Ameisen sich für eine Lebensweise unter Frauen entschieden? Also, um die parthenogenetisch-phantastische Fachliteratur zu bemühen, eher nach dem Modell in Nicola Griffith‘ Ammonit als nach dem in Charlotte Perkins Gilmans Herland!

Natürlich tut sich die männliche Wissenschaft ebenso schwer wie die männlichen Kommentatoren, diese Bahn brechende Erkenntnis zu akzeptieren: „keine Frauen“ sollen sie sein, unsere Ameisen, sondern „Neutren“; heimliche „Männerfresserinnen“, ungeoutete „Hermaphroditen“. Wir kennen solche Sprüche. Sei’s drum. Es geht auch ohne, basta!

Links und Quellen:

  • Annalee Newitz: Lesbian Ant Species Confirmed, io9.com, 12. 1.2010
  • Ant Has Given Up Sex Completely, Researchers Confirm, ScienceDaily.com, 9.1.2010
  • Bildquelle: Wikipedia-Eintrag zu Mycocepurus smithii