Butch in Progress haben ihrer Procrastinations-Sammlung ein neues Rätsel hinzugefügt. Falls eine zum Prokrastinieren kommt, das kann zum Jahresende hin zeitlich schon mal eng werden.

Comedian Lisa Haas hatten wir in ihrer Hauptrolle als Alien-Coabhängige bereits vor einiger Zeit bei L-talk vorgestellt (Co-abhängige Außerirdische und andere Lesben, 14. Januar 2011). Jetzt hat Madeleine Olneks Film Codependent Lesbian Space Alien Seeks Same es tatsächlich ins New Yorker Museum of Modern Art geschafft! Wer ausgerechnet diesen Samstag nicht in New York City sein und das Ereignis vor Ort erleben kann, sollte sich wenigstens mit einem Inteview trösten: Kathy Belge spricht mit Lisa Haas über, wie das in den USA heißt, all things lesbian … und ihr Alter Ego Doris Anderson.

Konny ruft auf ihren Lesbenseiten zu Spenden für das Projekt Audre Lorde – Die Berliner Jahre von 1984 bis 1992 von Dagmar Schultz auf. Es soll „Lordes Beiträge zum deutschen Diskurs über Rassismus, Xenophobie, Antisemitismus, Klassenunterdrückung und Homophobie“ dokumentieren.

Unsere Freundin Lizzy the Lezzie philosophiert rund 20 Sekunden lang über Frauen und Motorräder, Dykes on Bikes:

Auf der schwedischen Seite qx.se ist ein Bericht über den Honkong Pride zu finden, ebenfalls mit Impressionen auf YouTube. Apropos Fernost: Die wunderbare lesbische kanadische Independent Musikerin Ember Swift wurde nach ihrem Teil-Umzug ins Reich der Mitte … ja: Hetera. Wie es dazu kam, berichtet sie hier: Queer Girl Gets Married. Eine Herz-Geschichte darüber, wie es sich anfühlen kann, wenn zwei Frauen eine offene Beziehung vereinbaren, aber nur eine es auch so meint.
Ember Swifts 11. Album, 11:11 ist gerade (genau: am 11.11.) erschienen und kostet im Download wegen des günstigen Dollarkurses bei unserem Lieblings-Independent-Musikladen im Internet, CD Baby, umgerechnet rund 7.60 Euro. Die Stücke laufen gerade im Hintergrund. Gar nicht übel für eine Hetera 🙂

Ariel Wetzel hat, fast 100 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung, Charlotte Perkins Gilmans Utopie Herland zum ersten Mal gelesen und ihre Eindrücke bei FeministSF geteilt. Herland ist ein klassischer utopischer Roman von 1915 und die erste literatische Utopie, in der es eine komplexe Nur-Frauen-Gesellschaft gibt, inklusive Parthenogenese (wir hatten uns des Themas bei L-talk schon mal angenommen in dem Beitrag Schwangere Lesben, zwei Mütter, Parthenogenese und klassische Utopien am 21. April 2008). Wetzel setzt sich, ganz Tochter ihrer – und unserer – Zeit, kritisch auch mit rassistischen und eugenischen Aspekten in Gilmans Schlüsselroman auseinander.

re:publica 12ILGA Europe, die lesbische, schwule, bi, trans- und intersexuelle politische Interessenvertretung in Brüssel, kritisiert deutlich ein Gesetzesvorhaben aus St. Petersburg, das alles von lesbischen bis zu pädosexuellen Lebensweisen über einen Kamm schert und „Werbung“ dafür verbieten will.

Zu guter Letzt: Wir fahren nächstes Jahr im Mai zur re:publica nach Berlin und freuen uns sehr!