Es ist schon wieder Herbst. Die Blätter fallen. Nicht nur die der Bäume, sondern auch die des Wandkalenders. Und ein Blick in den Taschenkalender zeigt: Auch seine Tage sind gezählt; es wird langsam Zeit, sich einen neuen zu besorgen.

L-Kalender 2011 aus dem konkursbuch Verlag Claudia GehrkeEigentlich wäre ein Kalender für Lesben ja einmal eine nette Ergänzung zur handelsüblichen Auswahl. Das hat frau sich beim konkursbuch Verlag scheinbar auch gedacht und uns nun erstmals einen solchen beschert, den L-Kalender 2011: Er kommt als stabiles kleines Hardcover-Büchlein mit Lesebändchen und frauenbewegt-lilafarbenem Einband daher.

Mondphasen und lesbische Specials

Neben ausreichendem Platz für persönliche Eintragungen (eine halbe Seite pro Tag), den obligatorischen Mondphasen und gesetzlichen Feiertagen (übrigens ergänzt durch islamische und jüdische Festtage) hält er natürlich jede Menge lesbische „Specials“ bereit:

Knapp 200 Geburts- und Erinnerungstage wurden hier zusammengetragen; die eigene Terminplanung wird en passant zu einem Streifzug durch ein lesbisches Who’s who. Da defilieren hoch prominente und (zumindest mir) unbekannte Persönlichkeiten aus aller Herren, pardon: Damen Länder vorbei, die sich durch ihre Leistungen auf so vielfältigen Betätigungsfeldern hervorgetan haben, dass sich daraus schon fast ein „Berufe von A-Z“-Band erstellen ließe. Es wird auf Ereignisse von lesbischwuler Relevanz aufmerksam gemacht und auf kommende Events in einem Extra-Terminteil hingewiesen, dem ausführliche und nützliche Adress-Seiten folgen.

Nicht unerwähnt bleiben darf die Tatsache, dass am Ende jeder Woche Textauszüge oder Bilder aus früheren und späteren „Lesbischen Augen“ Ablenkung vom Tagesgeschehen bieten.

Ein Kalender mit vielfältigen Entdeckungsmöglichkeiten, der uns (zumindest bisher) nicht alle Jahre geboten wird, und der ein lesbisches „Zuhause-auf-Zeit“ sucht. Vielleicht willst Du es ihm bieten?

L-Kalender 2011, konkursbuch Verlag Claudia Gehrke, 2010

Links und Quellen: