Verlegerinnen Andrea Krug und Dagmar SchadenbergDer Verlag Krug und Schadenberg ist der größte und älteste Verlag in Deutschland, der Literatur von Lesben für Lesben verlegt und dazu auch noch von lesbischen Verlegerinnen gemacht wird. Wie sich die lesbische Literaturszene wandelt und welche neuen Strömungen auftauchen, dazu stellte Konny Fragen an Andrea Krug.

FRAGE: Das 2004 erschienene Buch Despite the Falling Snow, das jetzt 2010 in der deutschen Übersetzung bei Krug & Schadenberg unter dem Titel “Das Leben von dem sie träumten” erschien, ist der zweite Roman der Autorin Shamin Sarif. Der erste Roman war “Die verborgene Welt”, verfilmt unter dem Titel “The World Unseen”. Hatte der erste Roman einen vollkommen lesbischen Plot, so fehlt dieser bei “Das Leben von dem sie träumten” nahezu vollkommen. Warum habt ihr / hast du dieses Buch “trotzdem” verlegt?

Andrea Krug:

Wir prüfen sorgfältig jedes einzelne Buch bzw. Manuskript einer Autorin, betrachten dieses aber auch wie hier bei Shamim Sarif als Teil ihres Gesamtwerkes und erlauben uns ein wenig Toleranz, wenn ein Roman wie „Das Andrea Krug, Verlag Krug und SchadenbergLeben, von dem sie träumten“ in den Augen mancher Leserin aus dem Rahmen fällt. Insgesamt betrachtet fügt sich dieses Buch in eine Reihe von bislang drei Romanen, von denen der erste und vor allem auch der dritte, der im Herbst 2011 erscheint, „vollkommen lesbisch“ sind, um Deine Worte zu gebrauchen. Wir verstehen dies als „Pflege“ einer Autorin, die wir in ihrer literarischen Qualität wertschätzen, und haben die Hoffnung, dass viele unsere Leserinnen das mittragen. Ich selbst finde ohnehin, dass der lesbische Plot gar nicht so wenig Raum bekommt. Klar, im Vordergrund steht das Leben Alexanders, aber die erste und wunderschön geschilderte Begegnung zwischen seiner Nichte Lauren und Estelles Tochter Melissa, die vor dem wichtigen Business-Meeting auf der Toilette gegen ihren Migräneanfall ankämpft, findet doch sehr früh statt, und von da an zeichnet sich ja schon ab, dass die beiden Frauen eine wichtige Rolle spielen. Dass ihre Liebesbeziehung wenig Raum bekommt – unbenommen. Doch ich kann gut damit leben, weil für mich die wichtigenShamin Sarif: Das Leben, von dem sie träumten Themen dieses Romans andere sind – Liebe, Verrat, Freundschaft, Repressionen, Schuld, das spannende politische Setting des Kalten Krieges, der ein alles vergiftendes Klima auch im Privaten erzeugt. Hier genügt es mir, wenn das Lesbische quasi nebenbei mitläuft. Der nächste Roman von Shamim Sarif – der wie „Die verborgene Welt“ bereits verfilmt wurde – Originaltitel „I can’t think straigt“ –, ist eine Coming-out-Geschichte und damit wohl wieder so lesbisch, wie es eben geht. Vielleicht sollten wir zur Orientierung der Leserinnen „L-Sterne“ von 1 bis 5 einführen und damit den „lesbischen Gehalt“ unsere Romane auf den ersten Blick kennzeichnen? „Das Leben, von dem sie träumten“ bekäme wahrscheinlich 1 bis 2 L-Sterne von mir. Und viele Pluspunkte für literarische Qualität und thematische Bandbreite.

FRAGE: Krug & Schadenberg ist seit fast 20 Jahren der einzige Verlag in Deutschland, der Bücher von Lesben für Lesben heraus gibt. In den letzten Jahren scheint sich dieser Grundsatzgedanke verändert zu haben. “Mrs. Medina” von Ann Wadsworth und “Turbulenzen” von Leslie Larson (zweifelsohne beides gute Bücher) haben einen überwiegend heterosexuellen Plot. Passt sich der Verlag dem allgemeinen Trend der Unsichtbarkeit lesbischen Lebens an?

Andrea Krug:

Ah, es freut mich, dass Du die beiden Romane schätzt! Ich nämlich auch. Sehr. Und dennoch unterscheidet sich unsere Sichtweise wiederum beträchtlich. Für mich ist „Mrs. Medina“ DER Late-Bloomer-Roman schlechthin, also der Roman für heterosexuell lebende Frauen, die sich spät im Leben neu orientieren und für eine lesbische Lebensweise Ann Wadsworth: Mrs. Medina, erschienen bei Krug und Schadenbergentscheiden. Da ist doch alles drin – die frühe Faszination, die die frisch heterosexuell verheiratete Mrs. Medina für die bezwingende Frau im Fahrstuhl empfindet, das Verdrängen dieser Gefühle über viele Jahre hinweg, dann das „späte Erwachen“, als die junge Lennie in ihr Leben tritt, die Erinnerung an die Frau von damals … Auch hier wieder viele andere spannende Themen, die den Roman so gehaltvoll machen und zu seiner literarischen Qualität beitragen: Alter/n, Abschiednehmen, Tod eines Lebenspartners, der anschließende Zusammenbruch und Neubeginn – einschließlich einer neuen lesbischen Liebe. Also mindestens 3, wenn nicht 4 L-Sterne von mir. Und die fehlenden 1 bis 2 gebe ich gern hin, weil mich auch in diesem Fall die literarische Qualität überzeugt. Wenn wir ausschließlich oder vorrangig den „lesbischen Gehalt“ als Kriterium nehmen, dann sehe ich die Gefahr, dass wir, drastisch gesagt, in der Schmonzettenecke landen – und die ist zwar unterhaltsam und hat jede Berechtigung, doch manchmal darf es gern ein bisschen mehr sein.

„Turbulenzen“ – auch ein schöner Fall. Toll finde ich, wie die Autorin Leslie Larson es schafft, aus 5 Perspektiven zu erzählen und einen tollen Spannungsbogen aufzubauen und zu halten bis zum dramatischen Showdown. Von den 5 ProtagonistInnen sind 2 Frauen, davon 1 lesbisch. Gibt also rein rechnerisch schon mindestens 1 „L-Stern“ – 😉 Hier finde ich übrigens auch die Perspektive der zweiten Frau, der Immigrantin, sehr schön und einfühlsam geschildert, die aus reiner Not eine Ehe mit einem scheußlichen Mann eingeht, sich aber nicht unterkriegen lässt und hinter seinem Rücken ihre Ausbruchspläne vorantreibt. Dieser Roman bekäme zudem einige „F-Sterne“ für feministischen Gehalt von mir.

Noch mal zu Deiner Frage zurück: Nein, der Grundsatzgedanke hat sich keineswegs verändert – wir haben nach wie vor „Frauen im Sinn“, und eine lesbische Perspektive im weiteren Sinn ist ein Hauptkriterium für unsere Veröffentlichungen – wir verstehen uns nicht allgemein als „Frauenverlag“, wenn wir schon auf Etiketten zurückgreifen. Ich möchte aber nicht lauter Dogmen aufstellen, die besagen, die Haupthandlung muss lesbisch sein oder die Protagonistin/nen. Das wäre mir zu eng gefasst. Das Spektrum hat sich seit „Susie Sexperts Sexwelt für Lesben“ und die „Die Wahl des Glücks“, unsere ersten beiden Bücher, ein wenig erweitert – wie auch Lesebedürfnis vieler Frauen. Wir brauchen heute nicht mehr ganz so viel „Identifikationsliteratur“ oder so viele Coming-out-Geschichten, weil Lesbischsein hierzulande inzwischen nicht mehr als exotisch gilt. Und unser Leben kreist ja zum Glück nicht 24 Stunden am Tag um unser Lesbischsein als Problemzone.

Die Frage der Unsichtbarkeit und überhaupt des Verschwindens von Lesben und dem Wort „lesbisch“ (wie auch dem Wort „feministisch“), das allenthalben zu beobachten ist, stelle ich mir auch oft, doch was unseren Verlag angeht, sehe ich da keine Gefahr, solange wir über rund 60 im engeren oder weiteren Sinne lesbische Titel lieferbar halten und pro Jahr 4 bis 6 hinzufügen.

FRAGE: Früher konnte ich mir bei Krug & Schadenberg sicher sein: “Wo Lesbe draufsteht, ist auch Lesbe drin”. Ich habe jedes der erschienenen Bücher gelesen und ich fand sie ausnahmslos gut bis sehr gut. Highlights wie Nisa Donnelly, „Die Liebesgesänge der Phoenix Bay” oder Carla Tomaso, „Wie töte ich meine Mutter” haben lange Jahre meine lesbische Identität geformt, von Leslie Feinberg und „Stone Butch Blues” ganz zu schweigen.

Muss ich Vorbilder für meine lesbische Identitätsfortbildung jetzt an anderen Stellen suchen?

Andrea Krug:

Wo „Krug & Schadenberg“ draufsteht, ist immer noch Lesbisches drin. Auf jeden Fall. Nur eben in Abstufungen. Den Vorschlag mit den „L-Sternen“ zur groben Orientierung der Leserinnen habe ich ja schon gemacht – wobei das natürlich neuen Widerspruch um die Frage der Bewertungskriterien herausfordern dürfte. Bin gespannt, was andere Leserinnen dazu meinen. Wäre schön, wenn sich eine Diskussion entzünden würde. Auf unserer Facebook-Seite haben sich ja schon einige zum Thema „Was ist ein lesbischer Roman?“ geäußert.

Was die Vorbilder angeht, so denke ich, dass wir alle heute von sehr vielen leibhaftigen Vorbildern umgeben sind (parallel zur zunehmenden Unsichtbarkeit) und zu diesem Zweck viel weniger auf die Literatur angewiesen sind als noch vor zwanzig, dreißig Jahren oder noch früher. Deshalb meine ich, dass wir neben dem L-Content der literarischen Qualität heute mehr Aufmerksamkeit schenken dürfen.

FRAGE: Hast du keine Angst, treue Leserinnen (solche wie mich) zu verlieren?

Andrea Krug:

Doch, immer! Bei jedem Buch wieder. Und immer wieder die Hoffnung, die Erwartungen unserer treuen Leserinnen doch zu erfüllen und neue Leserinnen hinzuzugewinnen. Und immer wieder die Einsicht: Es geht Shamin Sarif: Das Leben, von dem sie träumtennicht. Es ist menschenunmöglich. Die Erwartungen unserer Leserinnen sind individuell verschieden, und so ist es ein hoffnungsloses Ansinnen, allen gerecht werden zu wollen. Und das ist auch ein Grund, warum wir uns gelegentlich erlauben, „Herzenskinder“ zu verlegen, die es bei anderen schwer haben könnten – weil sie nur 1 L-Stern bekommen. Oder weil gestrenge Literaturliebhaberinnen sie zu schmonzettenhaft finden. Oder weil ihnen die Sexszenen zu detailliert sind. Oder der erotische Gehalt zu gering. Oder … oder … oder … Wir bemühen uns dennoch um Ausgewogenheit, und so folgt nun nach „Das Leben, von dem sie träumten“ ein neuer Roman von Karin Kallmaker (5 L-Sterne, kein Zweifel möglich). Über Manuela Kucks „Freispruch“ müssen wir dann später noch debattieren: eine lesbische Protagonistin, die zwar nebenbei einer möglichen neuen Liebe begegnet, aber ansonsten mit zwei komplizierten heterosexuellen juristischen Fällen befasst ist und mit ihrer persönlichen Lebenskrise, in der ihr Lesbischsein zwar „mitläuft“, aber nicht im Zentrum ihrer Aufmerksamkeit steht. Also: keine lesbische Haupthandlung, aber eine lesbische Protagonistin und eine lesbische Autorin, wobei Letzteres nun auch wieder ein heikles Kriterium ist. Ist „Sapphistrie“, vor vielen Jahren der erste Lesbensexratgeber, nun kein Lesbenbuch mehr, weil Pat Califia heute Patrick Califia ist …? Mit Felice Newmans Sexratgeber „Sie liebt sie“ sind wir da im Moment noch rundum auf der sicheren Seite – 5 L-Sterne für Erfüllung aller möglichen Kriterien 😉

FRAGE: Etliche lesbische Autorinnen sagen, Lesbenliteratur sei Nischenliteratur. Sie wollten aber nicht nur als Lesbe wahrgenommen werden, sondern auch als Literatinnen und publizieren deshalb auch bei Verlagen außerhalb der LGBT-Community. Möchte Krug & Schadenberg ebenfalls raus aus der Nische?

Andrea Krug:

Den Begriff Nischenliteratur oder Nischenverlag finde ich nicht sonderlich hilfreich. Ich rede lieber von Special Interest Verlag, statt uns selbst ins Abseits zu stellen, und meine damit eine lesbisch-feministische Ausrichtung als Grundlage unseres Verlagsprogramms. Gegen die oftmals eingeschränkte Wahrnehmung von Seiten des Buchhandels (Motto: „Lesbenbücher sind nur was für Lesben, und Lesben haben wir nicht als Kundinnen, deshalb brauchen wir diese Bücher nicht im Sortiment …“) versuchen wir tagtäglich anzugehen, aber das ist ein Kampf gegen Windmühlenflügel. Werden wir in der Buchhandlung trotz aller Hindernisse ins allgemeine Belletristiksortiment einsortiert, finde uns die lesbisch interessierte Leserin nicht. Werden wir ins „Lesbenregal“ einsortiert (das es ohnehin kaum noch gibt), gehen alle nicht explizit lesbisch interessierten LeserInnen an uns vorbei und nehmen gar nicht zur Kenntnis, was für spannende Literatur ihnen entgeht. Es ist ein grundlegendes Dilemma. Für die Autorinnen natürlich auch. Von daher kann ich gut verstehen, wenn sie zweigleisig fahren und sowohl in lesbischen Zusammenhängen veröffentlichen als auch in Heteroverlagen. Ich wünsche ihnen sehr, dass sie Erfolg damit haben, denn ich glaube, dass durch diese Grenzüberschreitung auch die lesbischen Romane mehr Aufmerksamkeit gewinnen können. So liegt in einer großen Buchhandlung im Raum Hannover neben Manuela Kucks Hetero-Krimi „Tod in Wolfsburg“ nun auch ihr bei uns erschienener Roman „Freispruch“ im Schaufenster – dort wäre er sicher ohne den anderen Krimi nicht gelandet. Und als Leserin gucke ich ja immer, wenn mir ein Buch gefällt, danach, was die Autorin sonst noch geschrieben hat – und schwups kann die lesbische Unterwanderung beginnen …

FRAGE: Spielt Geld hierbei eine Rolle?

Andrea Krug:

Geld spielt immer eine Rolle. Die meisten von uns müssen Geld verdienen. Dagmar Schadenberg und ich wollen von unserer Verlagsarbeit leben. Sonst könnten wir sie nämlich nicht machen. Das wollen wir aber. Wir lieben nämlich, was wir tun, wir machen es meistens wohl auch gut, und wir tun es mit Leidenschaft. Nehmen dafür in Kauf, nicht reich zu werden. Und deshalb machen wir das Verlagsprogramm so, wie es uns und meistens auch einer Menge Leserinnen gefällt: Wir verlegen Bücher, die wir gut und wichtig finden, denen wir Verbreitung wünschen – oft aus inhaltlichen oder literarischen Gründen, gelegentlich auch, weil sie uns einen gewissen ökonomischen Spielraum verschaffen, der uns wiederum ermöglicht, andere Bücher mitzufinanzieren, die sonst nicht machbar wären. Die Bücher mit wenigen L-Sternen sind in der Regel aber gerade nicht die, die Geld einbringen, im Gegenteil, doch sie liegen uns am Herzen, und vielleicht können wir mit ihnen den lesbischen Blick erweitern und ihnen zu Aufmerksamkeit verhelfen. Wenn Geld unser bestimmendes Motiv bei der Programmauswahl wäre, würden wir ausschließlich Sexbücher machen und vielleicht lesbische Liebesschnulzen. – Nein, stimmt nicht: dann würden wir der ganzen Branche, dem ganzen monetär wenig wertgeschätzten Kulturbetrieb schleunigst den Rücken kehren.

FRAGE: Ist es schwerer geworden, “gute” lesbische Autorinnen zu finden? Oder sind die Kosten für Übersetzungen zu hoch?

Andrea Krug:

Wirklich gute lesbische Autorinnen zu finden ist schon immer schwer gewesen. Doch ich denke, bei vielen Shamin Sarif: Das Leben, von dem sie träumtenLeserinnen sind die Ansprüche, was die literarische Qualität angeht, gestiegen – nicht zuletzt weil mittlerweile eine breite Auswahl vorhanden und das „lesbische Grundlesebedürfnis“ gedeckt ist. Das macht es nicht einfacher. Eher herausfordernder und spannender. Und kann den Raum, das Spektrum erweitern. Deshalb ja eben auch hier und da einen Sternabzug für „L-Content“. – Was die Kosten für Übersetzungen angeht, die nehmen wir ja ohnehin sehr oft in Kauf – siehe Shamim Sarif, Karin Kallmaker, Leslie Larson, Ann Wadsworth, Sylvia Brownrigg … Und im Moment haben wir zwei kanadische Autorinnen im Auge und eine italienische … Wir bleiben dran.

FRAGE: Was wünschst du dir für deine Arbeit als Verlegerin in den nächsten Jahren?

Andrea Krug:

Leserinnen. Leserinnen. Leserinnen. Zufriedene, die uns loben und damit beflügeln. Weniger zufriedene mögen uns bitte mit ihrer Kritik herausfordern und zu neuen Taten anregen.

Dass unsere Autorinnen uns gewogen bleiben und ihre Kreativität sie zu Höhenflügen treibt. Dass neue Autorinnen zu uns kommen. Dass wir neue vielversprechende Manuskripte von deutschen Literatinnen zu lesen bekommen, dass Frauen mit Ideen für neue Projekte auf uns zukommen, dass wir literarische Funde in anderen Ländern und Kulturen machen. Dass uns kritische und dennoch wohlgesinnte Rezensentinnen ihre Aufmerksamkeit schenken und engagierte BuchhändlerInnen und BibliothekarInnen sich für unser Programm einsetzen. Dass wir den Strukturwandel, dem die Buchbranche unterliegt, dem Wegbrechen kleiner, engagierter Buchhandlungen, durch erfolgreiche Aktivitäten in der realen wie virtuellen Welt ausgleichen können. Dass uns Sympathisantinnen und Leserinnen dabei unterstützen. Das wäre klasse.

FRAGE: Und was wünschst du dir als Lesbe? 😉

Andrea Krug:

Vieles davon steckt ja schon in meiner vorherigen Antwort. Darüber hinaus? Für mich persönlich: heitere Gelassenheit. Eine mich weiterhin erfüllende Arbeit, zusammen mit meiner Verlagskollegin Dagmar, ganz unbescheiden: ein zufriedenes Leben, begleitet von meiner Herzensdame und meinen Freundinnen – kurzum: in meinem lesbischen Umfeld. Darüber hinaus? Dass wir weiterhin lesbisch netzwerken, uns gegenseitig fördern, unterstützen, mit Respekt begegnen, zusammen lachen und weinen und tanzen und genießen. Dass Lesbischsein keine Repressalien nach sich zieht, egal wo auf der Welt – also Schluss mit der Homophobie. Mit allen anderen Ausgrenzungen und Diskriminierungen selbstredend auch. Grundeinkommen für alle – sofort. Mehr kluge Frauen in Entscheidungspositionen. Weniger Borniertheit, gerade in der westlichen Welt, dafür mehr nachhaltiges Denken. Mehr Mitgefühl.

Danke, liebe Konny, für die Gelegenheit, anlässlich Deiner Fragen über all diese Dinge nachzudenken!

Liebe Andrea, herzlichen Dank für das Gespräch!

Links und Quellen:

Verlegerinnen Andrea Krug und Dagmar Schadenberg