witzig (naja)

Im österreichischen Salzburg dürfen lesbische und schwule Paare sich im Mamorsaal verpartnern … aber nur Dienstags. An den beliebten Heiratstagen Freitag und Samstag bleibt die prächtige Hütte den heterosexuellen Paaren vorbehalten – selbstverständlich nur aus organisatorischen Gründen.

„Eine Ungleichbehandlung, die in einer weltoffenen Stadt wie Salzburg nicht vorkommen darf“, kommentiert Bürgerlistengemeinderätin Ingeborg Haller die Dienstagsregelung. Organisatorische Gründe lässt sie nicht gelten. Wenn die Stadt wolle, dass der Trauungssaal für alle offenstehe, dann müsse für Homosexuelle das Gleiche gelten wie für Heterosexuelle. Haller hat im Gemeinderat einen Antrag auf Gleichstellung homosexueller Paare eingebracht.

Quelle: dieStandard.at, 30. Mai 2010

teuer

In Deutschland erhalten Frauen nach wie vor 23% weniger Stundenlohn als Männer, teilt das Statistische Bundesamt mit:       

„Die Zahlen beziehen sich entsprechend einer EU-einheitlichen Methodik explizit auf den unbereinigten Verdienstunterschied von Männern und Frauen. Das heißt Faktoren, die den Lohnabstand zwischen beiden Geschlechtergruppen zumindest teilweise erklären – wie etwa der Bildungsabschluss oder der Beruf – werden im Rahmen der Berechnungen nicht berücksichtigt. Ziel dieser Vorgehensweise ist es, einen Gesamtüberblick über geschlechtsspezifische Verdienstunterschiede zu ermöglichen. So wird beispielsweise mithilfe des unbereinigten Gender Pay Gap auch der Teil des Lohnunterschieds erfasst, der auf unterschiedliche Zugangschancen beider Geschlechtergruppen auf bestimmte Tätigkeitsfelder oder Positionen zurückzuführen ist. Derartige Unterschiede können ebenfalls das Ergebnis benachteiligender Strukturen sein. Der unbereinigte Gender Pay Gap geht somit über das Thema „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ hinaus.“

Stimmt genau – und die Zahlen belegen, dass typische Frauenberufe weniger wert sind als typische Männerberufe, dass Aufstiegschancen ungleich verteilt sind und so weiter.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung 191 vom 31. Mai 2010, destatis.de

laut und romantisch

Nein, keine Lesbe … aber spielte das eine Rolle?

Keine Ahnung, wen andere so angehimmelt haben. Ich kenne jedenfalls keine in unserem Alter, die in den 1970ern nicht in Suzi Quatro verknallt war, und wenn Bravo noch so viele Bilder davon abgedruckt hat, wie sie von ihrem Bandkollegen über DIE Türschwelle getragen wurde. Was für eine Energie, was für ein Vorbild. Und Suzi selbst? Hatte sie Vorbilder, fragt die Berliner Morgenpost?

„Nein. Es gab damals keine ernst zu nehmende Rock ’n‘ Roll-Bassistin. Es gibt inzwischen gute Frauenbands oder weibliche Rockstars. Ich liebe zum Beispiel Pink mit ihrer Bühnen-Energie. Aber es geht alles eher in Richtung „Girlie“-Rock, ohne das schlechtmachen zu wollen. Ich habe immer „Rock mit Kerlen“ gemacht.“

Eben!

Am 3. Juni wird Suzi Quatro 60. Alles Gute von hier nach Hamburg!

Quelle: Berliner Morgenpost, „Ich bereue heute noch, dass ich Elvis versetzt habe“, Interview mit Suzi Quatro, 30. Mai 2010

Suzi Quatro: She’s in Love With You

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so la la

Bei der Gleichstellung liegt Deutschland europaweit irgendwie im Mittelfeld, zeigt die ganz aktuelle Übersicht von ILGA Europe, dem Verband für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans und Intersex Personen in Europa.

ILGA: Gleichstellung in Europa 2010Hier eine Übersichtskarte … und die dazu gehörige Tabelle zum Download.

Schweden liegt ganz vorn, was nicht verwundert, denn dort gibt es so etwa alles, und Belgien, Niederlande, Norwegen und Spanien sehen auch nicht schlecht aus. Russland und die Ukrainie bilden das Schlusslicht.

Der europäische Regenbogen Länder Index bewertet jedes Europäische Länd nach Gesetzgebung und Rechtspraxis für Lesben, Schwule und Bisexuelle.  Dafür gibt es eine Reihe von Kriterien, die jeweils dargestellt werden: Ob es Ehe, Lebenspartnerschaft oder gar kein Partnerschaftsinstitut gibt, wie die Antidiskriminierungs-Gesetzgebung ausgestaltet ist, ob Hassverbrechen juristisch verfolgt werden und einiges mehr.

Für das Rating erhalten die Länder Punkte auf eine Skala zwischen 10 (Maximum positiv) und -4 (Maximum negativ) – das ist insgesamt die Auswertung der Einzelbewertungen. Positiv steht ein Land da, wenn es es Gesetze gegen Diskriminierung auf Grund der sexuellen Orientierung hat, wenn es gleichgeschlechtliche Partnerschaften anerkennt, Regenbogenfamilien anerkennt und Homophobie und Gewalt bekämpft. Negative Punkte erhalten die Länder, in denen Homosexualität verbot4en oder geächtet ist, in denen es unterschiedliche Altersgrenzen für einvernehmliche sexuelle Handlungen gibt und in denen das Recht von Lesben, Schwulen und Bisexuellen auf Versammlungsfreiheit und auf die Gründung von Verbänden eingeschränkt wird.

Wie beschrieben: Deutschland liegt mit 5 Punkten ziemlich genau in der Mitte.

Wenn das keine Blaupause für die nächsten Wahlprüfsteine ist!

Quelle: IlGA Europe