Herta Leistner wurde am 28. Mai 1942 in Altensteig im Schwarzwald geboren.

Sie ist Pionierin der Lesbenbefreiungsbewegung in der Kirche und von Beruf deutsche evangelische Diakonin und Diplom-Pädagogin. Die seit 1985 in der Ev. Akademie Bad Boll stattfindenden Lesbentagungen gehen maßgeblich auf ihr Engagement zurück. Im Dezember 1996 wurde Herta Leistner das Bundesverdienstkreuz für ihre Verdienste und für ihr Engagement für die Interessen von lesbischen Frauen verliehen. Bis zu ihrer Pensionierung im Jahr 2004 war sie Studienleiterin des Frauenstudien- und -bildungzentrums der Evangelischen Kirche Deutschlands in Gelnhausen.   

Sie steht für die Sichtbarkeit von Lesben in der evangelischen Kirche. Vor 30 Jahren sah es dort nämlich noch ganz anders aus:

„Es wurde geschwiegen und ein Doppelleben geführt“,

stellte Herta Leistner fest und initiierte 1985 die Bad Boller Lesbentagungen. Seither sind Tausende lesbische Frauen nach Bad Boll gekommen und zwar – ein weiterer Meilenstein – lesbische Frauen jeder Herkunft, von der autonomen Lesbenszene bis zur Dorfbewohnerin von der Schwäbischen Alb.

„Es krachten Welten und Einstellungen aufeinander, aber wir hielten einander aus und lernten von- und miteinander“,

sagte Herta Leistner, die für ihr Engagement den AMOS Preis für Zivilcourage in Religion, Kirche und Gesellschaft 2009 erhielt.

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Herta Leistner!

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