Der Freitag ist voller Mitleid:

„Ute Hamelmann, die bisher als Bloggerin „Schnutinger“ Texte und Cartoons ins Netz stellte, hat angekündigt, sich wegen der Kritik undErna das lesbische Schaf von Schnutinger persönlicher Angriffe aus dem Internet zu verabschieden.
(…) Sie ist das Bauernopfer, das Kritik einstecken muss, die unter Spitznamen wie „tom“ oder „capo“ geäußert wird.“

Was passiert war? Ute Hamelmann, die unter dem Namen Schnutinger im Web 2.0 unterwegs ist und so wunderbare Dinge wie Erna das lesbische Schaf geschaffen hat, ließ sich für eine Vodafone-Werbe- und Imagekampagne engagieren und erlitt in der Folge einen Vertrauensverlust in Teilen der (?) online-Community. Jetzt will sie nicht mehr bloggen.     

Ehrlich gesagt: Hier bei L-talk hätte das mit der Werbekampagne überhaupt keine mitbekommen, vom Vertrauensverlust ganz zu schweigen, wenn nicht in allen möglichen Blogs darüber geredet worden wäre. Allerdings ist das Handy „mit wenig Knöpfen dran“, das Hamelmann bewirbt, jetzt richtig bekannt. Bad news …?

Eine Schelmin, die Böses dabei denkt.

Um Erna, das lesbische Schaf ist es allerdings schade. Ihr Fortgang aus dem virtuellen Leben bedeutet einen großen Verlust, den L-talk sehr bedauert. Erna war aufgeschlossen, dem Leben und der Philosophie zugewandt und hatte, wie wir im Norden sagen, ein weites Herz und einen klaren Horizont.

Erna bzw. Schnutinger am 4. Dezember 2008:

„Beim diesjährigen Krippenspiel unserer Schulklasse in der Kirche spiele ich Erna, das lesbische Schaf.Das ist nicht so leicht, weil ich gar nicht so richtig weiß, wie das geht, lesbisch sein. Ich finde aber, dass dieses Lesbische meiner Rolle als Schäfchen eine ambivalente, herausstechende Note gibt. (…)
Ich werde mich deshalb auch in den politischen und fundamentaltheologischen Diskurs einbringen und nicht schweigen, wenn es darum geht zu fordern: Mehr Rechte für lesbische Weihnachtskrippenschäfchen!“

Gute Nacht, Erna. Wenn du wieder magst, besuch uns mal.

Links und Quellen: