Heute, am Freitag, war ich noch einmal auf der Buchmesse.

Es war um einiges voller als am Mittwoch. Das macht die Angelegenheit leider auch gleich ein wenig stressiger. Es wird übrigens neuerdings gleich am Eingang eine Taschenkontrolle durchgeführt. (Die gab’s vorher nur an Halle 8, in der sich die US-amerikanischen Verlage befinden. Dort wurde die Kontrolle nach dem 11. September 2001 eingeführt.) Sehr gründlich gehen die allerdings nicht vor.

Wie ich ja berichtet habe, hatte ich zwei Lesbenverlage am Mittwoch vergessen: konkursbuch und el!es (Halle 4.1, Reihe D, Stand 146/148). Als ich heute gezielt dort hinging, stellte ich erstaunt fest, dass ich am Mittwoch einfach an diesem Stand vorbei gelaufen bin, ohne ihn wahrzunehmen. Aber ehrlich gesagt, die Bücher des konkursbuch-Verlages sind nicht alle so mein Ding. Warum nicht, müsst Ihr Euch selber denken. Und zu behaupten, dass der el!es-Verlag auf der Buchmesse ist, finde ich schon etwas anmaßend: Hinten in der Ecke zwischen all den Büchern von konkursbuch lagen 3 oder 4 Bücher von el!es. Hätte ich nicht genau hingeschaut, wären sie mir überhaupt nicht aufgefallen. Und von diesen paar Büchern hat mich jetzt auch keins interessiert, eins hatte ich schon.           

Tja, und mehr war da jetzt nicht zu finden. Kann natürlich sein, das ich noch was übersehen hatte, bzw. es gibt ja auch durchaus Lesbenliteratur bei größeren Verlagen (Mirjam Müntefering ist zum Beispiel beim Piper Verlag, andere sind bei Books on Demand), aber die jetzt alle zu suchen, das übersteigt dann doch meine Geduld (und das will was heißen :-))

Insgesamt war es aber wieder toll auf der Buchmesse und ich habe mich auch mit einigen Verlagsmenschen gut unterhalten – z.B. mit Jim Baker vom Querverlag, Else Laudan vom Argument Verlag und den Ladies von Design PaVoni.

Stürzt Euch also ruhig mal am Samstag und/oder Sonntag in Menge. Die Tageskarten für Privatbesucher sind zwar etwas teurer geworden (€14,00), aber ich finde, es lohnt sich, da mal gewesen zu sein.

Welche keine Lust auf Messe hat, der empfehle ich Konnys Lesbenseiten, mit einer großen Auflistung von Lesbenbüchern, oder, für Frankfurterinnen, den Besuch der lesbisch-schwulen Lesenacht am Samstag abend im Lesbisch-Schwulen Kulturhaus. Wer weiß, vielleicht sehen wir uns dort!

Was ich aktuell lese, verrate ich erst am 1. November bei Leskultur im Frauenloft. Bis dahin habe ich noch viel zu lesen (drei habe ich schon, vier will ich noch), deswegen höre ich jetzt auch sofort auf mit dem Schreiben.

Und  wünsche Euch noch viel Spaß beim Lesen!