Kristina (auch: Christina) von Schweden wurde am 18. Dezember 1626 in Stockholm geboren. Sie war von 1632 bis 1654 Königin von Schweden.

Schon zu ihren Lebzeiten erregte sie Aufsehen. Eine Vormundschaftsregierungübernahm für die sechsjährige Thronerbin die Regierungsgeschäfte. Im Alter von 11 Jahren wurde sie von ihrer Mutter getrennt, die als psychisch labil galt, und, dem Wunsch ihres Vaters entsprechend, „männlich“ erzogen. 1644 wurde sie Regentin und 1950 in Stockholm feierlich gekrönt.

1654 dankte sie ab und konvertierte zum Katholizismus. Sie starb 1689 in Rom.

Lespress schrieb 2003 über Christina:

Bild: Wikipedia; Queen Christina of Sweden on Horseback, by Sébastien Bourdon (1653). Oil on canvas, 383 x 291 cm. Museo del Prado, Madrid

Bild: Wikipedia; Queen Christina of Sweden on Horseback, by Sébastien Bourdon (1653). Oil on canvas, 383 x 291 cm. Museo del Prado, Madrid

„Ungewöhnlich waren zum Beispiel ihr Aussehen und ihre Gestalt. Christina mit ihrer tiefen Stimme, die sich gerne schlicht, fast männlich kleidete, wurde geschmäht, sie sei ein Zwitterwesen, also geschlechtlich nicht zuzuordnen. (Nach ihrem Tod wurde ihr Körper daher gleich zwei Mal obduziert, um festzustellen, dass „keinerlei Abnormitäten“ zu finden waren). Eine Cousine Ludwigs XIV. zum Beispiel hielt Christina für einen „verführerischen, hübschen Knaben“. Überlieferter Klatsch wie dieser lassen ahnen, dass auch Christinas Privatleben von der zeitgenössischen Gesellschaft argwöhnisch beäugt wurde. Christina vertrat die Maxime: „Die Leidenschaften sind das Salz des Lebens, wir sind glücklich oder unglücklich je nach ihrer Heftigkeit.“ Nachdem dies öffentlich geworden war, verbreitete sich schnell die allgemeine Annahme, dass die Schwedin „unersättlich“ und ständig auf der Suche nach neuen Sexualpartnern sei. Es ist überliefert, dass unter diesen auch viele Frauen waren. Vor allem Christinas langjährige (1644-62) Liebschaft mit ihrer Hofdame Ebba Sparre, die erst mit deren Tod ein Ende fand, war Christinas Zeitgenossen durchaus in Erinnerung geblieben. Die zahlreichen gleichgeschlechtlichen (und durchaus auch gegengeschlechtlichen) Affären der ehemaligen Königin sind in zeitnahen Quellen gut dokumentiert.“

Zum ganzen Artikel: 

http://www.lespress.de/012003/texte012003/zeitreise012003.html

In Köln gibt es einen nach Kristina von Schweden benannten eingetragenen Verein Königin-Christine-Gesellschaft. Zweck des Vereins ist die Förderung der Wissenschaft sowie der Bildung und Erziehung; Forschung zu schwul-lesbischen Themen zu fördern und die Allgemeinheit über wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema Homosexualität in den Medien aufzuklären.

Unvergesslich ist Rouben Mamoulians Film Königin Christina von 1933 mit Greta Garbo in der Titelrolle; hier die dramatische Schlussszene:

 

Links und Quellen:

Königin Christine Gesellschaft, Köln

Netzwerk katholischer Lesben 

Königin Christina bei Wikipedia