Mildred Ella „Babe“ Didrikson Zaharias wurde am 26. Juni 1911 geboren.

Bekannt wurde sie als *die“ Ausnahmesportlerin des 20. Jahrhunderts, insbesondere wegen der Vielzahl an Sportarten, in denen sie Spitzenergebnisse erreichte. Allein 1932 nahm sie als Ein-Frauen-Team an acht Leichtathletik-Wettbewerben teil und gewann sechs davon, wobei sie Weltrekorde im Hochsprung, 80-Meter-Hürdenlauf, Speerwerfen und Weitwurf aufstellte … im selben Jahr gewann sie olympisches Gold im Speerwurf und 80-Meter-Hürdenlauf.

Sie spielte auch Basketball und später Golf, außerdem war sie sehr aktiv im Bogenschießen, Billard, Baseball und Boxen. ´
Babe Didrikson war darüber hinaus ungefähr jedem Sport zu Hause: Basketball,Golf, Baseball, Tennis, Schwimmen, Tauchen, Boxen, Volleyball, Handball, Bowlen, Billard, Rollschuhfahren und Radfahren. Es wird kolportiert, dass sie auf die Frage, ob es etwas gebe, das sie nicht spiele, gesagt haben soll „Ja, Puppen“.

Wenngleich sie (mit dem Wrestler George Zaharias) verheiratet war, ist auch Didriksons Beziehung zu Betty Dodd gut belegt. Die beiden Frauen lernten sich 1950 bei einem Golfturnier kennen und lebten bis zu Didriksons Tod zusammen.

Didrikson litt früh und lange unter dem Butch-Faktor: Von Beginn ihrer Karriere an wurde sie öffentlich als unweiblich und unnatürlich gebrandmarkt. Selbst während ihre athletischen Erfolge hoch gelobt wurden, implizierten die Medienberichte immer wieder, dass sie diese nur wegen ihres Mangels an Weiblichkeit erreichen konnte. Sie war mit rund 1,65 für eine Spitzensportlerin klein, sie war muskulös und selbstbewusst, damit forderte sie sämtliche gängigen ästhetischen Weiblichkeitsnormen heraus, inklusive der Normen für Sportlerinnen.

„Es wäre viel besser, wenn sie und ihresgleichen zu Hause bleiben, sich ein bisschen herausputzen und darauf warten würden, ob jemand sie anruft“,

schrieb Sportreporter Joe Williams in der damals populären Zeitung New York World Telegram.

Das tat sie bekanntlich nicht. Sie räumte nahezu jedes Turnier ab, das sie erreichen konnte. 1954 erkrankte sie an Darmkrebs, hatte 1955, nach ihrer Operation noch ein sportliches Comeback und starb schließlich am 27. September 1956, im Alter von nur 45 Jahren, an ihrer zurückgekehrten Krebserkrankung.

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